Dossier zu Sicherheitskonzepten und Traumaprävention

Am 11. November wurden in Paris bei mehreren Anschlägen 130 Menschen getötet. Vier Tage später sagte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière das Fußballländerspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover wegen konkreter Hinweise auf einen geplanten Anschlag ab. In einem Interview mit der „BILD am Sonntag“ erklärte er, dass aber weiterhin Bundesligaspiele, Konzerte und Weihnachtsmärkte stattfinden sollen. Bei jeder Veranstaltung gebe es Gefährdungen – nicht nur im Hinblick auf Terror. DGUV faktor arbeitsschutz hat in den vergangenen Jahren einige Beiträge veröffentlicht, die Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen aber auch für Arbeitsstätten beschreiben. Darüber hinaus gibt es Artikel, die sich mit gewalttätigen Übergriffen oder traumatischen Ereignissen auseinandersetzen. Hier wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie Führungskräfte die Betroffenen bei der Bewältigung der Erlebnisse unterstützen können. Im Folgenden finden Sie ein Dossier der relevanten Beiträge, das wir aus gegebenem Anlass für Sie zusammengestellt haben.

Zudem haben wir Ihnen eine Liste mit nützlichen Links zusammengestellt.

 

Verarbeitung von Extremereignissen. Hilfe für Helfende.

Ausgabe 5/2015, S. 6

Auch am Arbeitsplatz können Beschäftigte traumatische Ereignisse oder Unfälle erleiden. Manche verlieren dabei ihr Leben. Kolleginnen und Kollegen trauern und versuchen mit dem Erlebten zurechtzukommen. Doch nicht allen gelingt das. Auch die Helfenden, wie die Einsatzkräfte der Feuerwehr, benötigen bisweilen Unterstützung bei der Verarbeitung extremer Ereignisse. Hier sind auch die Führungskräfte gefragt.

 

Sicherheitskonzepte bei Großveranstaltungen. Wenn die Menge tobt.

Ausgabe 4/2015, S. 6

Fast jedes Wochenende machen sich Zehntausende Fußballfans auf den Weg ins Stadion. Hundertschaften von Polizisten, Ordnungskräften und Sicherheitspersonal sind bei diesen und anderen Großveranstaltungen im Einsatz. Tipps für die Planung und Durchführung von Großveranstaltungen erhalten Verantwortliche im Folgenden.

 

Evakuierung und Ausnahmensituationen. Das menschliche Verhalten im Fokus.

Ausgabe 2/2015, S. 16

Bei Bränden, Explosionen oder Bombendrohungen müssen Gebäude und Betriebsgelände schnellstmöglich verlassen werden. Grundlage für eine geordnete Räumung ist ein Evakuierungsplan. Dieser muss auch menschliche Verhaltensweisen ins Kalkül ziehen.

 

Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen im Freien. Freiwillig geschieht nichts.

Ausgabe 4/2014, S. 6

Egal, ob auf dem Oktoberfest oder dem Markplatz einer mittelgroßen Stadt – wenn gefeiert wird, genießt die Sicherheit der Gäste absolute Priorität, meint Sicherheitsingenieur Markus Deutschenbaur. Sicherheitskonzepte gehören ins Pflichtenheft jedes Veranstalters, formuliert er in seiner Diplomarbeit. Und dem Brandschutz misst er darin eine besondere Bedeutung zu. Im Folgenden werden Kernaussagen der Arbeit vorgestellt.

 

Deutscher Arbeitsschutzpreis 2013. Jobcenter Hof punktet mit Sicherheitskonzepten.

Ausgabe 2/2014. Seite 16

Das Jobcenter Hof gehörte 2013 zu den Gewinnern des Deutschen Arbeitsschutzpreises. Ausgezeichnet wurde das umfassende Sicherheitskonzept, das die Beschäftigten vor verbalen und körperlichen Übergriffen durch Kunden schützen und gefährlichen Situationen vorbeugen soll. An der Erarbeitung des Konzepts konnten und sollten sich alle Beschäftigten beteiligen – auch die Führungskräfte.

 

Umgang mit behandlungsunwilligen Patienten. Rechtliche Grundlagen klären.

Ausgabe 6/2013, Seite 18

Patientengewalt gegen Rettungskräfte im Einsatz hat vielfältige Ursachen. Wie im Beitrag „Lebensretter in Bedrängnis“ in Ausgabe 3/2013 von DGUV faktor arbeitsschutz geschildert, tragen Arbeitgeber die Verantwortung für die Gewaltprävention. Voraussetzung dafür ist, dass die rechtlichen Grundlagen für die Anwendung oder Unterlassung von Zwangsmaßnahmen bei behandlungsunwilligen Patienten geklärt sind – so der Tenor eines Leserbriefs des Rettungsdienstes der Stadt Braunschweig.

 

Krisenprävention an Schulen. Auf den Notfall vorbereitet.

Ausgabe 4/2013, Seite 6

Für viele Betriebe sind Sicherheits- und Notfallorganisation Bestandteil einer verantwortungsbewussten Betriebskultur und wirtschaftliche Notwendigkeit. Im schulischen Bereich ist das Thema „Krisenkonzept“ mit Ausnahme des Brandschutzes erst seit dem dramatischen Ereignis in Erfurt ins Bewusstsein der Schulen und Kultusministerien gerückt. Die unvorstellbare Dimension des Amoklaufes traf nicht nur die betroffene Schule, sie erzeugte deutschlandweit Angst, Hilflosigkeit und Vertrauensverlust. Vor diesem Hintergrund ist die Forderung nach Konzepten zur Verhinderung von zielgerichteter Gewalt an Schulen nur zu verständlich.

 

Gewalt im Rettungsdienst. Lebensretter in Bedrängnis.

Ausgabe 3/2013, Seite 6

Ertönt der Alarm, geht es für Rettungskräfte von jetzt auf gleich los. Über Funk werden die Sanitäter über die Geschehnisse ins Bild gesetzt, dann fahren sie mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort. Dort müssen sie sofort Entscheidungen treffen, auch wenn die Sachlage anders ist als erwartet. Für Außenstehende ist dieser Stress oft nicht erkennbar, Rettungskräfte begegnen ihm mit Routine. Leider bestimmen inzwischen auch Gewalt und Aggression zunehmend ihren Arbeitsalltag.

 

Gewalt am Arbeitsplatz. Sicherheitsrisiken minimieren.

Ausgabe 6/2012, Seite 16

Arbeitsplätze mit Publikumsverkehr sind risikoreich. Auch wenn tödliche Übergriffe – wie jüngst die Messerattacke im Jobcenter Neuss – selten sind, besteht für Mitarbeiter ein Restrisiko. Präventivmaßnahmen wie das Aachener Modell sollen helfen, gewalttätige Ereignisse zu verhindern und Konflikte zu entschärfen.

Internationales Deutsches Turnfest 2013. Mammutaufgabe Sicherheit.

Ausgabe 5/2012, Seite 6

2013 kommt das Internationale Deutsche Turnfest in die Metropolregion Rhein-Neckar. Damit fällt die Gastgeberrolle erstmals an einen regionalen Verbund aus Kommunen, Städten und Landkreisen. Die Anforderungen an die Sicherheit der Veranstaltung sind hoch und können nur im Schulterschluss mit allen beteiligen Akteuren erreicht werden.

„abba“-Studie zeigt Präventionsmöglichkeiten auf. Sicheres Arbeiten in JobCentern.

Ausgabe 4/2011, Seite 10

Gesündere Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit für die Beschäftigten in JobCentern – das sind die beiden Kernziele des Projekts „abba – Arbeitsplatzbelastungen und Bedrohungen in Arbeitsgemeinschaften nach Hartz IV“, das die gesetzliche Unfallversicherung in zwei Schritten durchgeführt hat: 2008 wurden 2200 Beschäftigte aus zwölf JobCentern nach ihren Arbeitsbedingungen befragt. Daraus wurden Präventionsmaßnahmen abgeleitet und 2010 die Wirksamkeit der Präventionsmaßnahmen in JobCentern überprüft.

 

Sicherheit bei Großveranstaltungen. Wenn die Stadt zur Partyzone wird

Ausgabe 4/2010, Seite 6

Bei Fußballspielen, Volksfesten, Konzerten oder Demonstrationen treffen an einen Ort hunderte und oft sogar tausende Menschen zusammen. Das Risikopotenzial bei solchen Events ist sehr hoch. Damit nichts schief geht, ist eine minutiöse Planung unerlässlich.